FV Eschweiler II – SF Dorff 2:2 (1:1)

Einen nervenaufreibenden Kick erlebten die Zuschauer unserer 2. Mannschaft beim Heimspiel gegen die Sportfreunde Dorff. Von Beginn an kämpften beide Teams engagiert und kombinierten gut. Der Tabellenzweite aus dem Stolberger Stadtteil probierte es hauptsächlich mit Fernschüssen; für unsere Reserve ergaben sich zwei Großchancen aus der Nahdistanz. Ein Elfmeter bescherte den Gästen das 0:1 (39.). Anschließend hatte der Schiedsrichter seinen großen Auftritt: Ein Zuschauer rief eine Beleidigung auf das Spielfeld, weil der Pfiff nach der Wrestling-Einlage eines Gästeakteurs ausblieb. Daraufhin zeigte der Referee einem unserer Auswechselspieler die Rote Karte. Die Hinweise der umstehenden Zeugen, dass es sich um jemand völlig Anderen handelte, und selbst das Eingeständnis des Rufenden selbst brachten den Schiedsrichter nicht von seiner exklusiven Meinung ab. Unfassbar, dass ein Unschuldiger nun einige Wochen Sperre zu erwarten hat! (Anm. d. Red.: mit ein wenig mehr Ordnung und Disziplin auf der eigenen Bank wäre das vielleicht vermieden werden können!)
Die Kollegen auf dem Feld ließen sich glücklicherweise nicht beeindrucken und konnten kurz nach der Aktion das 1:1 markieren (43.). Nach der Pause stach der von Trainer Tim Schmitz gebrachte Halbzeit-Joker zum 2:1 per Heber (53.). Anschließend trat der Unparteiische wieder in den Vordergrund, als er das 3:1 für die Elf vom Wetterschacht zunächst anerkannte und fünf Sekunden später wg. angeblichem Abseits wieder zurücknahm. Jetzt drehte Dorff in der turbulenten Begegnung noch einmal auf. Der Donnerberg-Verfolger forderte unsere Mannschaft in der Defensive. Einen seinen Konter hätte der FV in dieser Phase nutzen müssen, aber hier wurden die letzten Pässe viel zu unkonzentriert gespielt. So kamen die Gäste, die nach einer Gelb-Roten Karte mittlerweile in Unterzahl agierten, in der letzten Minute der Nachspielzeit aus dem Gewühl heraus noch zum 2:2 – äußerst bitter!
Positiv herauszuheben ist, dass unser Team kampfstark auftrat und den bislang ungeschlagenen Tabellenzweiten am Rand einer Pleite hatte. Hingegen bleibt das Remis als gefühlte Niederlage, denn bei besserem Zusammenspiel während der Konter musste das Spiel bereits vor der letzten Minute zu Gunsten unserer Zweiten entschieden sein.