Mit Arbeitssieg zum Herbstmeister

Die Adler aus Büsbach hatten dem FV bereits am gestrigen Samstag mit ihrem Sieg über den hartnäckigsten Verfolger - die Sportfreunde aus Hehlrath - eine Steilvorlage geliefert. Mit einem Sieg könnte man sich erstmals in der Saison ein wenig absetzen und gleichzeitig den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters unter Dach und Fach bringen. Doch dieser Umstand und die Tatsache, dass Trainer Talic einige Ausfälle zu verkraften hatte, führte dazu, dass der FV in der ersten Halbzeit wenig zustande brachte.

Zu ungeduldig und zu ungenau

Der FV musste auf die beiden 6er - Sascha Henkel und Dennis Cremer - verzichten, die aufgrund von Verletzungen passen mussten. Auch der in den letzten Wochen spielstarke Dardan Bajri fehlte berufsbedingt. Das, was der Coach aufs Feld stellen konnte, kann sich immer noch sehen lassen, aber man merkte den Jungs an, dass die Eingespieltheit und die Ordnung fehlte. Zwar bemühten sich Arifi und die beiden verbliebenen Bajris um einen konstruktiven Spielaufbau, doch es fehlte an der nötigen Genauigkeit im Passspiel oder das verschnörkelte Spiel wurde dem einfachen Ball vorgezogen. Die Münsterbuscher standen ihrerseits sehr kompakt und diszipliniert, Torchancen waren dementsprechend Mangelware.

Erst in der 30. Minute fasste sich der heute kämpferisch starke Weber ein Herz und kam nach einem feinen Solo zum ersten Abschluß des Spiels. Sein Schuß wäre im linken Torwinkel eingeschlagen, wurde jedoch vom guten Gästekeeper entschärft. Richtig brenzlig wurde es dann in der 34. Minute: ein Freistoß aus 18 Metern wurde von Nowak knapp über die Latte geschlenzt.

Unmut macht sich breit

Die Münsterbuscher hatten zu diesem Zeitpunkt wohl ihr Teilziel erreicht, die hatten dem FV den Spaß am Fussballspielen genommen und dies äußerte sich in zunehmenden Unmut in der Mannschaft. Hefitge Diskussionen und verbale Auseinandersetzungen zwischen den Spielen waren ein deutliches Indiz für die Unzufriedenheit der Mannschaft mit sich selbst, dem Spiel und natürlich dem Ergebnis. Noch zweimal war es Weber, in den ersten 45 Minuten agilster Wetterschachtler, der mit seinen Schüssen am Schlußmann scheiterte (39./ 44.).

Talic mahnt Geduld und einfaches Spiel an

In der Halbzeitpause war Trainer Talic dann auch unaufgeregt und mahnte mehr Geduld und mehr Zielstrebigkeit im Spiel nach vorne an. Klassen schob sich mehr ins Mittelfeld und sollte so für die nötigen Impulse nach vorne sorgen. Gleichzeitig wurden die Außenpositionen konsequenter besetzt und so sorgten Veron Bajri und Weber immer wieder für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Bereits 2 Minuten nach Wiederbeginn hätte dies zu zählbarem Erfolg führen müssen, doch die Flanke von Bajri konnte Nowak aus 5 Metern nicht in den Maschen unterbringen.

Besser macht dieser es dann wenig später, Arifi spielt schnell und vertikal auf Nowak, der sich um seinen Gegenspieler dreht und den Ball mit links im linken untern Eck versenkt (51.).

Führung bringt Sicherheit

Der Torjubel nach dem 1:0 machte deutlich, welche Anspannung auf dem Team lastete. In den folgenden Minuten gestaltete sich der Spielaufbau wesentlich sicherer, der entscheidende Pass gelang jedoch zu selten. Und wie gefährlich eine solch dünne Führung sein kann, zeigte sich dann in der 65. Minute: bei einem Konter nahm der Stürmer der Gäste den Ball direkt aus der Luft, sein Schuß rauschte knapp rechts vorbei. Doch im Gegenzug dann die Vorentscheidung - Klassen wieder mit moderner Verteidigung, er schaltet schnelll um und findet Veton Bajri, der mit einem Solo in den Strafraum eindringt und den Ball überlegt am herausstürzenden Keeper vorbeilegt  (66.).

Gütige Mithilfe der Gäste dann beim dritten Treffer, eine Flanke von Kalff lässt der Keeper aus Münsterbusch fallen, Nowak bedankt sich und macht mit dem 3:0 den Sack zu (67.). Viel passierte nicht mehr. In der Schlußphase noch zwei Freistöße, einer von der linken Seite, die Ablage setzt Berg über den Querbalken (83.)  und bei dem Freistoß von den anderen Seite wird sein fulminanter Schuß noch abgeblockt.  (87.)

Nach 90 Minuten pfiff der angenehm unaufgeregt leitenden Schiedsrichter pünktlich ab, die Zuschauer waren dann doch froh, endlich wieder ins Warme zu kommen.

Überragende Hinrunde wird gekrönt

16 Siege, zwei Unentschieden und ein Torverhältnis von 92:11 Toren, ungeschlagen kam die im Sommer noch so arg gebeutelte Mannschaft des FV durch die Hinrunde. Letztendlich krönte man diese Leistung verdient mit dem Titel des Herbstmeisters, jedoch ist auch mit diesem Titel letztendlich nichts erreicht. Diese Einstellung und Souveränität gilt es zu konservieren und im neuen Jahr, in dem die Karten sicherlich noch einmal neu gemischt werden, weiter konzentriert und fokussiert zu arbeiten.

Am kommenden Samstag trifft sich die Mannschaft  zur Weihnachtsfeier, ehe nach einer kurzen und knackigen Hallensaison am 26.02.2012 der Rückrundenstart auf den FV wartet.

 

Aufstellung: Wangnick - Kalff, Fink, Berg, Özkaca - V. Barji (75. Aika), B. Bajri, Arifi, Klassen (75. Schmitt) - Weber, Nowak

 

Tore: 1:0 Nowak (51., Arifi); 2:0 V. Bajri (66., Klassen); 3:0 Nowak (67., Kalff)