Einseitige Partie am Wetterschacht
Die Begegnung zwischen dem FV und den Germanen aus Dürwiß war an Einseitigkeit nicht mehr zu überbieten. Zwar mühten und ackerten die Gäste unermüdlich und in einem stets fairen Rahmen., letztendlich war sie in allen Belangen unterlegen. Spielerisch, technisch, läuferisch und taktisch - alle diese Sparten wiesen ein deutliches Plus für den FV auf und somit war das 12:0 (4:0) die logische Konsequenz.
Erste Halbzeit mit merkwürdiger Handbremse
Die ersten Minuten waren geprägt von einer merkwürdigen Handbremse im Spiel - offensichtliche Passwege wurden ignoriert, stattdessen merkwürdige Einzelaktionen gestartet und so beraubte sich der FV zu Beginn seiner spielerischen Potenz. Aktivposten war in den ersten Minuten Armend Arifi, der am vergangenen Donnerstag von sich selbst enttäuscht war und offensichtlich auf Wiedergutmachung brannte. Er setzte auch das erste Highlight, als er nach einem Solo den Ball knapp links vorbei schob (2.). Wenig später kam er an den Strafraumgrenze an den Ball, hob kurz den Kopf und schlenzte den Ball in den rechten Torwinkel (10.) Ein weiterer Treffer wurde im wegen vermeintlicher Abseitsstellung aberkannt (14.). Zwei Minuten später das erste Solo von Nowak, sein Schuss konnte vom Schlussmann der Germania nur abgeklatscht werden, Arifi staubte zum 2:0 ab (16.). Anschließend zogen die Dürwißer den Gürtel noch enger um den eigenen Strafraum. Zwar spielte der FV teilweise tolle Ballstaffetten, die letzte Konsequenz fehlte. Eugen Klassen, in der Defensive unterfordert, setzte sich immer wieder in Szene, nach einem Solo zischte sein Schuß knapp am langen Pfosten vorbei. So musste dann ein Solo von Nowak zum nächsten Treffer Pate stehen. Er setzte den gegnerischen 6er unter Druck, erobert den Ball und brach unwiderstehlich zum Tor durch. Eiskalt schloss er links oben ab - das 3:0 (32.) In der 41. Minute zeigte sich dann Weber erstmals im Spiel, der sich heute heisse Duelle mit seinem Schwager lieferte. Sein harter Schuss aus 30 Meter konnte vom Schlussmann über die Latte geboxt werden. Quasi mit dem Pausenpfiff fiel dann das 4:0 - Mittelfeld und Abwehr waren der Schnelligkeit Nowaks nicht gewachsen, sein Solo landete in den Maschen.
Feuerwerk in der zweiten Halbzeit
Nach der Pause schien ein gordischer Knoten durchschlagen - entweder hatte Trainer Talic die richtigen Worte gefunden oder die Jungs hatten Schiß vor Walter, auf dessen Bude sie nun anspielen mussten. Fast im Minutentakt nun die Torchancen, die fast allesamt 100%ige waren. Nun deutete die Mannschaft an, was in ihr steckt und wozu sie noch fähig sein könnte, wenn die Pass - und Laufwege noch weiter automatisiert sind. Ein langer Ball auf Nowak, der mit starken Antritt, Haken um den TW schon steht es 5:0 (50.). Ich war noch damit beschäftigt, die Notizen zu diesem Treffer aufs Papier zu bringen, da umkurvte Nowak schon wieder den gegnerischen Keeper, legte den Ball zurück auf Weber, der den Ball zum 6:0 in die Maschen schob. Meine Hand ausschütteln, weil Schreibkrampf, kurz mal am Getränk nippen und schon klingelt es erneut. Veton Bajri flankte scharf in den Strafraum, Nowak jagt den Ball als Flugkopfball ins Netz (54.). Alle Torchancen aufzulisten, die sich der FV erspielte, würde den Rahmen dieses Internetauftrittes sicherlich sprengen - Henkel scheiterte mit sattem Schuss (57.) Nowak legte den Ball nach starker Vorarbeit von Weber am langen Pfosten vorbei (58.) und scheiterte nach tollem Steilpa0 am Pfosten (62.). Eine tolle Flanke von Müller, der nach einer guten Stunde für den starken Arifi einwechselt wurde, fand Nowak, der den Ball per Kopf zum 8:0 versenkte (66.). Robert Müller zeigte sein feines Füßchen, das er immer noch hat und servierte die nächste butterweiche Flanke auf den Kopf von Daniel Schmitt, der das 9:0 besorgte (70.). Weitere Hochkaräter blieben ungenutzt in den nächsten Minuten, ehe Weber einen Fehler in der Hintermannschaft nutzte, seinen Abschluß lässt der Keeper fallen und ermöglicht so Nowak seinen sechsten Treffer per Abstauber (79.). Bis zum Schluß hielt der FV das Tempo und den Zug hoch, ein langer Ball wird von Nowak erlaufen, der kurz verzögert und auf Müller ablegt. Sein harter Schuß schlägt zum 11:0 in den Maschen ein (86.). Den Schlußpunkt setzte dann erneut Müller. Tolles Zusammenspiel zwischen Cremer und Nowak, Cremer legt noch einmal ab auf Müller, der den Ball zum 12:0 einschieben konnte (90.).
Mannschaft macht Schritt nach vorne
Die Mannschaft hat heute einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Natürlich müssen sich neue Hierarchien und Strukturen herausbilden. Doch die ersten Minuten haben deutlich gezeigt, dass sich die Mannschaft mit Egoismen und EItelkeiten ihrer Stärke beraubt. Einen großen Schritt zur mannschaftlichen Geschlossenheit schien die Truppe in den zweiten 45 Minuten gemacht zu haben, da wurden die Stärken der einzelnen Spieler genutzt und zu einem Puzzle zusammen gesetzt. Gelingt es Trainer Talic, diese Eitelkeiten in den Griff zu bekommen, dann wird der Weg zu Meisterschaft und Aufstieg nur über den FV Eschweiler führen. Ein harter Prüfstein steht am kommenden Samstag auf dem Programm, wenn im Lokalderby der Spitzenreiter FV zum Tabellenzweiten reist, die bislang ebenfalls ungeschlagenen Sportfreunde aus Hehlrath. Die Partie wird am Samstag um 18:00 Uhr angepfiffen.
Wangnick - Klassen, Schmitt, Schmidt (Özkaca/ 46.), Fink - Henkel, Cremer - Weber, Arifi (Müller/ 61.), V. Bajri (B.Bajri/ 61.)- Nowak
1:0 Arifi (10.)
2:0 Arifi (16.)
3:0 Nowak (32.)
4:0 Nowak (45.)
5:0 Nowak (50.)
6:0 Weber (52.)
7:0 Nowak (54.)
8:0 Nowak (66.)
9:0 Schmitt (70.)
10:0 Nowak (79.)
11:0 Müller (86.)
12:0 Müller (90.)